Aktuell

18.10.2019
Bürgerinformationsveranstaltung zum Thema Fluglärm am 22.10., 19 Uhr, im Bürgerzentrum Kleineichen.

Die Verschiebung von Abflugrouten zwischen betroffenen Kommunen – hier zwischen Köln-Rath und Rösrath-Kleineichen – entspricht einer völlig veralteteten und unsinnigen „Kirchturmpolitik“! Es muss endlich mehr Mitbestimmungskompetenz und Transparenz in die Fluglärmkommission und eine allgemeine Reduktion des (Nacht-) Fluglärms durchgesetzt werden. Im Bewusstsein der zunehmenden Gefahren für Klima und Gesundheit müssen solche Forderungen endlich auch beim letzten Ratsherrn und allen Verantwortlichen am Flughafen sowie den politischen Entscheidungsträgern in aller Deutlichkeit ankommen!

07.02.2019
Doppelt so viel Fracht ab Köln – KStA-Titelseite von heute
In Köln/Bonn soll nach den Plänen des Flughafenchefs Johan Vanneste bald deutlich mehr Fracht umgeschlagen werden. „Die strategische Ausrichtung des Airports hat zum Ziel, das Frachtvolumen von 838 000 Tonnen im Jahr 2017 auf 1,5 Millionen Tonnen im Jahr 2030 zu erhöhen“
„Dass der Flughafen als Frachtdrehkreuz für die Region so wichtig ist, ist eine Milchmädchenrechnung. Denn hier werden Waren etwa aus Lissabon eingeflogen und nach Madrid weitertransportiert, für regionale Produkte hat das keine Bedeutung“, sagt Hemptenmacher (Lärmschutzgemeinschaft Flughafen Köln/Bonn)
Die Logistikbranche begrüßt die Pläne des Flughafens Köln. Dieser ist mit Leipzig zusammen der wichtigste Fracht-Airport der Bundesrepublik und zählt zu den zehn größten Europas
Warum will der Flughafen mehr Fracht?
Der Flughafen braucht Erlöse. Er verliert Fluggäste, etwa weil die Lufthansa-Tochter Eurowings ihre Langstrecke kürzlich nach Düsseldorf verlegt hat.

18.10.2018
„Ausweitung auf Kosten der Anwohner“ Zahl der Nachtflüge in Köln/Bonn weiter gestiegen – KStA vom 18.10.
„Vor allem aber steht zu befürchten, dass der Flughafen erneut die Nachtflüge ausweitet, um damit sein offensichtlich einzig halbwegs funktionierendes Geschäftsmodell auf Kosten der Anwohner auszubauen.“
… und das, obwohl erneut strengere Grenzwerte für den Lärm gefordert werden:
Das WHO Regionalbüro Europa hat im Oktober 2018 neue Empfehlungen für Grenzwerte zum Umgebungslärm in Europa veröffentlicht. Die WHO hat dafür international veröffentlichte Studien ausgewertet und formuliert auf dieser Basis in der Guideline folgende Empfehlung im Hinblick auf Fluglärm (S. 61):

„Für durchschnittliche Lärmbelastungen empfiehlt die GDG (Guideline Development Group) dringend, die Lärmpegel von Luftfahrzeugen tagsüber (06.00 – 22.00 Uhr) unter 45 dB Lden zu senken, um schädliche Auswirkungen zu vermeiden.“
„Bei nächtlichen Lärmbelastungen empfiehlt die GDG nachdrücklich, den Lärmpegel von Flugzeugen während der Nacht (22.00 – 06.00 Uhr) unter 40 dB Lnight zu senken, um Auswirkungen auf den Schlaf zu vermeiden.“

15.10.2018

„Um die Auswirkungen auf die Gesundheit zu verringern, empfiehlt die GDG den politischen Entscheidungsträgern dringend, geeignete Maßnahmen zur Verringerung der Lärmbelastung von Flugzeugen zu ergreifen, damit die Bevölkerung nicht weiter einer Fluglärmbelastung oberhalb der Grenzwerte für die Taglärm- und Nachtlärmbelastung ausgesetzt ist.

Grenzwert-Empfehlung FluglärmschutzG /BVerwG RMI-Synopse* WHO Guideline
Tageswert Lden 65/60 50 45
Nachtwert Lnight 55 45 40

„Für die bestehenden Flughäfen sind daher Lärmschutzkonzepte zu entwickeln, die so schnell wie möglich, spätestens aber innerhalb der nächsten fünf Jahre dafür sorgen, dass zumindest die in der RMI-Synopse abgeleiteten Werte eingehalten werden.“

08.09.2018
Der Flughafen Köln/Bonn soll erweitert werden. Doch die Anwohner laufen schon jetzt Sturm gegen die nächtliche Ruhestörung.
Artikel in der Zeitung WELT vom 06.09.2018

Ausbau Flughafen Köln/Bonn
WICHTIGER TERMIN: Erörterung im  Planfeststellungsverfahren ab 17. September ab 10 Uhr
im Sartory-Saal Köln

Für den geplanten Ausbau des Flughafens Köln/Bonn wurden die Planunterlagen vom 6. November bis einschließlich 5. Dezember 2017 öffentlich ausgelegt. Bei der Bezirksregierung Düsseldorf als zuständiger Anhörungsbehörde waren im Rahmen dieser Öffentlichkeitsbeteiligung ca. 15.800 Einwendungen sowie 43 Stellungnahmen der Behörden und anerkannten Vereinigungen eingegangen. Diese wurden ausgewertet und die Sachargumente dem Flughafen zur Stellungnahme zugeleitet. Im Sommer wurde eine Synopse erstellt, die Gegenstand der Erörterung ist.

Die Erörterung beginnt am Montag, den 17.09.2018, 10 Uhr, im Sartory-Saal, Friesenstraße 44-48, in 50670 Köln .
Kann die Erörterung am 17. September nicht abgeschlossen werden, so wird sie an den nachfolgenden Tagen jeweils ab 9 Uhr fortgesetzt. Für den Erörterungstermin sind bis zum 28.09.2018 zunächst zehn Verhandlungstage vorgesehen.

Tagesordnung zum Erörterungstermin ab Montag, 17.09.2018

Diejenigen, die eine schriftliche Einwendung oder Stellungnahme  eingereicht haben, können die Synopse aller Einwendungen und Stellungnahmen sowie der Gegenäußerungen der Antragstellerin anfordern. Die Versendung der Synopse erfolgt erst rund vier Wochen vor dem Erörterungstermin, sie kann aber schon jetzt über dieses Formular angefordert werden, das an die E-Mailadresse Dez26.FKB@brd.nrw.de geschickt werden muss.Erörterungstermin ist nicht öffentlich

Der Termin ist offiziell auch auf den Seiten der  Stadt Rösrath bekannt gemacht worden:
https://www.roesrath.de/bekanntmachungen.aspx
Eine individuelle Einladung gibt es nicht. Aufgrund der Anzahl der Einwendungen genügt eine öffentliche Bekanntmachung.
Weitere wichtige Informationen zur Teilnahme finden Sie auch im Rundschreiben der Lärmschutzgemeinschaft an ihre Mitglieder.

Sinn und Zweck des Erörterungstermins ist, neben der nochmals umfassenden Information über das Vorhaben, die Herausarbeitung aller für die Entscheidung erheblichen Fakten und Gesichtspunkte. Den Beteiligten wird Gelegenheit gegeben, ihre bereits schriftlich eingebrachten Einwendungen und
Bedenken zu erläutern und mit dem Vorhabenträger unter Verhandlungsleitung der Bezirksregierung Düsseldorf zu diskutieren.

Teilnahmeberechtigt sind neben dem Vorhabenträger, den Fachbehörden und den Trägern öffentlicher Belange sowie den anerkannten Vereinigungen, die Einwenderinnen und Einwender … sowie betroffene Bürgerinnen und Bürger, das sind potenziell alle Einwohner der betr. Anrainerkommunen.  Die Ergebnisse des Termins werden in die weitere Entscheidungsfindung der Planfeststellungsbehörde einbezogen. Im Erörterungstermin selbst wird keine Entscheidung in der Sache getroffen.

Weitere Informationen

11.08.2018
Die BILLIGFLIEGEREI und deren Folgen (zahlreiche Flugausfälle u.a. bei Ryanair und Eurowings) machen viele Schlagzeilen in dieser Feriensaison. Die unendlichen Wartezeiten durch Flugausfälle u.a. am Flughäfen München und auch in Köln/Bonn) demonstrieren nun auch den entnervten Fluggästen selbst, dass diese Form des „FLIEGEN UM JEDEN PREIS“ keine Dauerlösung sein kann. Hinzu kommen obskure Rabatte am Flughafen Köln/Bonn: Billigairlines sollen etliche Millionen ohne Gegenleistung kassiert haben (siehe dazu auch PM der Lärmschutzgemeinschaft!)
 
Dazu passt jetzt die BEKANNTMACHUNG der Bezirksregierung Düsseldorf im PLANFESTSTELLUNGSVERFAHREN für den Flughafen Köln/Bonn, mit der alle EINWENDER im Planfeststellungsverfahren Flughafen Köln/Bonn und alle  EINWOHNER der Städte Köln … RÖSRATH, Overath, …
auf den wichtigen Erörterungstermin hingewiesen werden:
 
Der Erörterungstermin findet statt ab Montag, 17. September 2018, im „Sartory Saal“, Friesenstr. 44 – 48, 50670 Köln ab 10.00 Uhr
mehr dazu in Kürze auf diesen Seiten!

Wolfgang Hoffmann im Interview im KStA vom 31.03.2018:
„Mit 70 Flugbewegungen in der Kernzeit zwischen null und fünf Uhr – davon 20 Passagierflüge – ist Köln/Bonn in Deutschland und auch in Europa der Airport mit den meisten Lärmereignissen in der Nacht. 2017 waren es insgesamt 42262. Das muss sich ändern zum Schutz der Gesundheit der 90.000 Anwohner, die im Gebiet mit besonders hoher Nachtfluglärm-Dauerbelastung leben.
Wir fordern, dass es – wie 1997 zugesagt wurde – in der Kernzeit zwischen Null und fünf Uhr in der Nacht keine Passagierflüge mehr geben darf.

23.02.2018
Bürgerinformation zur Sanierung der großen Starbahn

Am 01.03.2018 wird der Flughafen in der Aula des Freiherr-vom-Stein-Gymnasium über den Ablauf und die zu erwartenden Lärm-Folgen für Rambrücken  die Rösrather Bürger informieren.
Termin: Donnerstag, 01.03.2018,  in der Aula des Freiherr-vom-Stein Schulzentrums in Rösrath, Einlass 19.30 Uhr, Beginn 20 Uhr

02.02.2018
Sanierung der großen Start- und Landebahnen

Im April 2018 wird der Flughafen mit der Generalsanierung der großen Start- und Landebahn beginnen. Dabei wird die Oberfläche der 3.815 Meter langen und 60 Meter breiten Asphaltpiste bei laufendem Flugbetrieb Schritt für Schritt ausgetauscht.
An 34 Wochenenden … wird der Airport vom 7. April bis zum 30. November 2018 die Bahn erneuern. Gearbeitet wird jeweils an Wochenenden von Samstag 12 Uhr bis Sonntag 18 Uhr.

Flugbetrieb in der Nacht während der Sanierungsarbeiten – siehe: https://www.koeln-bonn-airport.de/uploads/tx_download/flugbetrieb_sanierung.pdf

Interessant für Rambrücken ist die Tatsache, dass während der Sanierungsarbeiten an Wochenenden der An- und Abflug über die Querwindbahn in der Nacht nur von/nach Westen (Porz) verboten ist  – Zitat:
„Der Verkehr wird in dieser Zeit über die kleine Parallelbahn (14R/32L) und die Querwindbahn (06/24) geleitet. Anders als bei der Zwischensanierung der Bahn 2016 sind keine nächtlichen Starts und Landungen auf der Querwindbahn in bzw. aus westlicher Richtung, also über Porz-Wahn, vorgesehen. …“

Der notwendige Betrieb großer Flugzeuge in der Nacht wird also alleine über Rambrücken (von / in  Richtung Osten) auf der Querwindbahn  erfolgen!

Am 01.03.2018 wird der Flughafen in der Aula des Freiherr-vom-Stein-Gymnasium über den Ablauf und die zu erwartenden Lärm-Folgen für Rambrücken  die Rösrather Bürger informieren.

Leider gibt es in Rambrücken zur Zeit keine private Messstelle über den DFLD und  auch keinen kompetenten Ansprechpartner mehr seit der Auflösung des Bürgervereins dort.

27.01.2018
Planfeststellungsverfahren zum Ausbau des Flughafens Köln/Bonn

16.000 Einwendungen gegen das Planfeststellungsverfahren (PFV)

Am 18.12.17 wurden die bei der Lärmschutzgemeinschaft (LSG) eingegangenen Einwendungen persönlich der Regierungspräsidentin in Düsseldorf übergeben. Die genau 13.690 Einwendungen passten knapp in 20 prall gefüllte Ordner. Zu dieser Anzahl addieren sich noch ca. 400 Einwendungen, welche direkt an das Regierungspräsidium geschickt wurden. Insgesamt haben 16.000 Bürger die Ausbaupläne in der Wahner Heide kritisiert.

Auch die Fluglärmkommission (FLK) äußerte sich ablehnend.:
„Um die gesamten Auswirkungen der beantragten Änderungen zutreffend einordnen zu können, müssen hier nicht allein die Umweltauswirkungen des Änderungsvorhabens, sondern auch die bislang nicht ermittelten Auswirkungen des genehmigten Flughafenbestandes und des Flugbetriebes untersucht werden.“
Quelle: https://www.ksta.de/29495778 ©2018

 Die Mitglieder der FLK fordern, dass alle Erweiterungen der letzten Jahre, die ohne Planfeststellungsverfahren umgesetzt wurden, nun auch mit in die Umweltverträglichkeitsprüfung einbezogen werden und nicht einfach als „Vorbelastung“ bei der Prüfung der Folgen unberücksichtigt bleiben. Außerdem betont die FLK noch einmal ausdrücklich die Forderung, dass endlich die Beschlüsse des Landtages und der FLK zur Einführung eines Passagiernachtflugverbotes umgesetzt werden! Ohne die Berücksichtigung dieser Forderungen darf es jedenfalls keine Genehmigung der Flughafenpläne geben!“

Stellungnahme der Stadt Rösrath vom 21.12.2017 zum PFV