Aktuell

24.08.2021

zur anstehenden 35. Änderung des FNP (Flächennutzungsplan) betr. Sülzbogen – morgen zur Debatte im Zukunftsausschuss in der Aula des Freiherr-von-Stein-Gymnasiums

zur vollständigen Seite des Kölner Stadt-Anzeigers von heute

22.08.2021
Der Rheinisch-Bergische Kreis (RBK) veröffentlicht – anlässlich seiner Ausschuss-Sitzung des Ausschuss für Umwelt und Planung am 02.09.2021 – die Vorlage Information über die Schäden durch das Starkregenereignis am 14.07.2021.
In diesem Bericht der Verwaltung werden viele interessante Informationen für alle vom Hochwasser/Starkregen – Betroffenen geboten, insbesondere zu Niederschlagsmengen und Umweltschäden.

© Maik Kubatta

Unser Verein hat sich außerdem mit weitreichenden Fragen  an die Bezirksregierung Köln als zuständige Aufsichtsbehörde für das ortsansässige Tankreinigungs-Unternehmen Remshagen GmbH gewandt. Eine Antwort hierzu steht noch aus.

21.08.2021
Am 25.08.2021 tagt der Rösrather Zukunftsausschuss
Sitzungsort: Bürgerforum Bergischer Hof, Bürgersaal, 2. OG, Rathausplatz, 51503 Rösrath
Wichtige Tagungspunkte
3 Bericht über das Hochwasser in Rösrath – mündlicher Bericht –
4 Flächennutzungsplan, 35. Änderung „Retentionsraum Sülzbogen“ 

Anmerkungen:
Der „Sülzbogen“ bezeichnet die Freifläche zwischen Sülzdamm und der westlichen Bebauung an der Berg. Landstr. im Bereich der Holzbrücke über die Sülz. (siehe auch die überschwemmte Fläche auf dem Luftbild weiter oben!). Die frühere Wohnbauplanung datiert zurück aus den Jahren bis 2007, als es schließlich einer anhaltenden Protestbewegung gegen diese Bebauung gelang, den Kreis (RBK) zu bewegen, diese Pläne nicht weiter verfolgen zu lassen.
Die jetzt erfolgende 35. Änderung des Flächennutzungsplans ist eine  überfällige Schlussfolgerung und wird selbstverständlich als der dringend notwendige Beginn eines grundsätzlichen Umdenkens und Handelns begrüßt. Weitere Schritte zur größtmöglichen Schaffung neuer Retentionsflächen sind erforderlich.

16.08.2021
Leserbriefe von heute – u.a. zu den unten stehenden Artikeln im KStA

13.08.2021
Zur Entscheidungsfindung der Politik nach der Flutkatastrophe in Rösrath und Overath
Heute berichtet der Kölner Stadt-Anzeiger im Lokalteil „Bergisches Land“ über die Umstände und Proteste nach der Flutkatastrophe zum geplanten Gewerbegebiet in Unterauel …
… sowie über die mangelnde Entschlossenheit bei der Rösrather Bürgermeisterin zur Unterstützung einer Informationsveranstaltung zum Thema Hochwasser und -folgen durch den Verein Lebenswertes Sülztal.
http://verein.lebenswertes-suelztal.de/?p=2664

Die Flutkatastrophe vom 15.07.2021 – erste Anmerkungen
„In der Nacht vom 14./15.07. mutierte die Sülz in Hoffnungsthal zum Werwolf und riss mit über 400 cm Pegelstand alles, was ihr im Wege stand, tauchte tief ein in alle Liegenschaften der Auen, die ihr zu nahe getreten waren. Jetzt muss die Menschheit endlich neu verstehen lernen, dass sie Rücksicht nehmen muss auf den Platz, die die Natur für sich einfordert.“
(Auszug aus dem privaten Post eines unserer Vereinsmitglieder.)


Die Sülz südlich der Lehmbacher Brücke schwoll so an, dass sie noch vor Mitternacht den Deichweg zu den tiefer gelegenen Auenwiesen großflächig überflutete.


Die Bergische Landstr. war bereits gegen 22 Uhr überflutet.


U.a. war auf den Wetterseiten des DWD gewarnt worden.
Der Anstieg der Pegelstände war dramatisch steil, um 17 Uhr erreichte er die Marke von 306. Spätestens hier war absehbar, dass eine Deichüberflutung drohte.

Ab Mitternacht überschritt der Pegel die Marke von 400 cm und blieb bei 401,30 stehen, ein Indiz dafür, dass die Dammkrone überflutet war.

Hunderte Haushalte waren arg betroffen: vollgelaufene Keller und Erdgeschosse, zerstörte PKW, nicht widerbringbare persönliche Erinnerungen, (vorübergehende) Obdachosigkeit, ….
In Hoffnungsthal ertrank ein Mensch im Keller seines Hauses, als er noch Dinge retten wollte und die Fluten ihm den Weg zurück nach oben abschnitten.
Viele Betroffene haben keine Elementarschaden-Versicherung! Auch zahlreiche Vereinsmitglieder – so alleine 4 der 5  Vorstandsmitglieder – sind vom Hochwasser betroffen.

29.07.2021
Bebauungsstopp in den Sülzauen – sofort!
Heute hat der Vorstand des Vereins Lebenswertes Sülztal an die Fraktionsvorsitzenden im Rösrather Stadtrat geschrieben, und – weil es schneller geht als mit einem Bürgerantrag – an sie appelliert, in der ersten Ratssitzung nach der Sommerpause in einem eigenen Antrag der Fraktionen einen Bebauungsstopp in den Sülzauen zu beschließen. Zu diesem Zweck haben wir Ihnen einen Beschlussvorschlag unterbreitet, den sie ändern, umformulieren, neu formulieren können, aber nicht verwässern sollten. Wir erwarten von den Ratsfraktionen, dass sie ihrer Verantwortung gerecht werden und mit breiter Mehrheit einen entsprechenden Beschluss fassen. Zerreden, verwässern, hinausschieben – das ist das Letzte, was wir brauchen. Es muss endlich Schluss sein mit der Bebauung der Sülzaue – diese Politik hat schon genug Opfer gefordert. Ein Umdenken und Umsteuern ist das Gebot der Stunde, um ein lebenswertes Sülztal auch für kommende Generationen zu sichern!
Zur Erinnerung, gegen die Hochwasserdemenz
https://www.youtube.com/watch?v=FnuWETjnNvE&t=1s
2011, vor 10 Jahren, wurde dieses Video von Heiner Mersmann gedreht. In diesem Jahr hatten wir den Verein Lebenswertes Sülztal mit 16 Mitgliedern gegründet, und nachgewiesen, dass das geplante Gewerbegebiet Lehmbach-Nord im Überschwemmungsgebiet der Sülz liegt. Die offiziellen Karten der Bezirksregierung sagten noch etwas anderes. Der Aggerverband wurde mit der Untersuchung beauftragt und stellte fest, dass wir recht hatten. Die Mehrheit im Stadtrat wollte wider besseres Wissen trotzdem den Bebauungsplan für das Gewerbegebiet beschließen, weil rechtlich möglich und es eben noch nicht als Überschwemmungsgebiet ausgewiesen war. Die Bezirksregierung musste dann mit einer vorläufigen Festsetzung des Überschwemmungsgebietes diesem Spuk ein Ende bereiten. Im selben Jahr, am 22.12.2011, stieg der Pegel auf 3,13 m.
Seit dieser Zeit haben wir wiederholt auf die Hochwassergefahren hingewiesen. 2014 und 2017 veranstalteten wir Hochwasserinformationstage in Hoffnungsthal. Bürgermeister Mombauer ermöglichte damals die Durchführung einer Veranstaltung im Bürgerforum – ansonsten boykottierten fast alle Ratspolitiker die Teilnahme an den Info-Tagen. Die Mitwirkung der Feuerwehr und städtischer Angestellter wurde unterbunden. Behandelt wurden wir als Quertreiber, die Panik verbreiten wollten.
Das Video wurde gedreht bei einem Pegelstand von 2,80. Ein Umdenken in der Politik erfolgte nicht – es wurde weiter fleißig in Auengebieten gebaut – das markanteste Beispiel ist der Leibnizpark („Reusch-Gelände“), nach dem Motto „Et hätt noch noch immer jot jegange“ – hat es eben nicht. Natürlich konnten wir nicht voraussagen, wann und wie hoch die Fluten steigen würden, aber was man vorhersehen konnte, war, dass die Hochwassergefahr steigt – mit dem Klimawandel und der ungebremsten Bebauung. Ob diesmal die Fraktionen im Rat umdenken und umsteuern?
Dies sind erste Anmerkungen des ebenfalls betroffenen Webmasters, der bis gestern weder Internet noch Telefon hatte – ein vollständiges Update erfolgt in Kürze.

12.03.2021
Sicher kein Bollwerk gegen Wassermassen

Leserbriefe im Kölner Stadt-Anzeiger zur Gewässerentwicklungsmaßnahme an der Sülz in Volberg

28.02.2021
Dem Klimawandel innovativ begegnen – Schaffung eines grünen Gewässerrückhalteraums an der Sülz in Rösrath-Hoffnungsthal  

Der Aggerverband wird in Kooperation mit der Stadt Rösrath an der Sülz in Rösrath-Hoffnungsthal die Hochwassersituation bis voraussichtlich Oktober 2021 deutlich verbessern. Hierzu wird ab der Straßenbrücke „Volberg“ sülzabwärts ein Rückhalteraum für Hochwasser im rechtsseitigen Vorlandbereich geschaffen.

Hintergrund: siehe KStA vom 26.02.2021
„… Mit dem Wasserrückhalteraum ermöglichen die Beteiligten eine Bebauung in Ufernähe, die ansonsten nach neuer Rechtslage nicht möglich wäre. Es geht um drei Baugrundstücke hinter dem Bürgerforum Hoffnungsthal, auf denen private Wohnhäuser entstehen sollen.“

Es betr. den Bebauungsplan Nr. 3, „Hauptstraße – Bahnhofstraße“
3. Änderung gem. § 13 BauGB von 2018 – Das Plangebiet befindet sich innerhalb des festgesetzten Überschwemmungsgebietes der Sülz.

„… Das trägt dazu bei, den großen Bedarf an Wohnraum zu decken, die Stadt profitiert aber auch durch den Verkauf von Grundstücken in ihrem Eigentum. „Wir hätten dort die Baurechte nicht umsetzen können, wenn wir nicht für Ausgleich gesorgt hätten“, erklärt Dezernent Christoph Herrmann von der Stadt Rösrath. Hintergrund ist eine Neufassung des Landeswassergesetzes. Die Kosten für den Wasserrückhalteraum von circa 200 000 Euro übernimmt zunächst der Aggerverband, danach bekommt er sie von den Nutznießern, die damit ein Baurecht erhalten, erstattet. …“

06.01.2020
Stadtentwicklung in Overath – Interview mit Jörg Weigt
, Kölner Stadt-Anzeiger vom 06.01.2020

Auszug
betr. geplanter Bebauung in Unterauel:

„Im Sülztal hat die Stadt erst ganz leise ein Gewerbegebiet bei Unterauel projektiert und ist dann heftig unter Beschuss geraten, unter anderemvon Seiten der Jäger, die um die Wanderwege der Hirsche fürchten. Wie geht es weiter?

Wir wollten im Bereich der Landstraße das Gewerbe-gebiet ausweiten. Weiteren Grundstückskauf gab es im Bereich der Sülz, weil wir den Fluss in Zusammenarbeit mit dem Aggerverband renaturieren wollen.
Industrie wollen wir dort nicht ansiedeln.
Das Rotwild-Gutachten wird im Februar im Umweltausschuss vorgestellt. Ich weiß noch nicht, wohin die Reise geht, aber in jedem Fall müssen wir örtlichen Gewerbetreibenden die Möglichkeit bieten, sich auszudehnen. Aufschüttungen sind an der Sülz aber nicht geplant….“

17.06.2019
geplantes Gewerbegebiet UNTERAUEL
Naturschützer fordern Biotop statt Gewerbe

20.04.2019
KStA-Leserbrief zum geplanten Gewerbegebiet in Unterauel – siehe untenstehenden Artikel im KStA vom 03.04.19

03.04.2019
Dem Hirsch droht das Ghetto
Bericht im KStA zum Protest der Jäger gegen das geplante Gewerbegebiet in Unterauel
Der Kölner Stadt-Anzeiger hatte erstmals im März 2017 über die Planungen berichtet. Daraufhin erhob sich bei den Lesern ein enormer Protest.

Leserbriefe zum Artikel im KStA vom 16.03.2017

Unser Verein hatte sich mehrfach sachlich und fachlich dazu geäußert und den Widerstand gegen das geplante Overather Gewerbegebiet unterstützt.
Jetzt erhoben auch die Jäger ihre dtl. Stimme dagegen. Siehe u.a. den Beitrag in „RösrathErleben“ vom 07.06.2017
Der Kommentar betont, dass es dabei nicht um die eigenen Interessen geht, sondern um das ökologische Ganze.

21.02.2019
Fortsetzung zum Thema „Erbe des Erzes“:
Tonnenweise Schwermetall im Fluss – Versuch zur Klärung der Sülz gescheitert
Bericht im Kölner Stadt-Anzeiger von heute!
mehr dazu siehe unseren Beitrag von heute

17.02.2018
Erbe des Erzes – Schwermetallbelastung der Sülz

„Wer geglaubt hatte, über „das Erbe des Erzes“ sei alles geschrieben worden, der irrt.“ – so berichtete der Kölner Stadt-Anzeiger 2014 anlässlich der Herausgabe von Band 5 zum Erzrevier Bensberg  – Quelle: https://www.ksta.de/2642002 ©2018

Heute folgt die „belastende“ Fortsetzung der Geschichte – über die viele Jahre  bekannte Schwermetallbelastung  der Sülz und seiner Zuflüsse im Bereich zwischen Untereschbach und Hoffnungsthal-Lehmbach.

Am 15.02.2018 erfolgte im Ausschuss für Umwelt und Planung d es RBK eine Konzeptvorstellung zum Thema: „Schwermetallbelastung in der Sülz infolge Erzbergbau“.      
Es handelt sich um ein Projekt zur Ermittlung und Bewertung von Schwermetalleinträgen aus dem Erzbergbau in die Sülz südlich Overath-Untereschbach.

Quelle: Geoportal Rheinisch-Bergischer Kreis; rote Quermarkierungen: Anfang und Ende des Untersuchungsbereiches (Projektstufe 1) rote Kreise: Einleitungen Neuer Lüderichstollen und Daubenbücheler Siefen in die Sülz rotes Dreieck: Mündung von 9 Rohrleitungen des Grünewaldteiches in den Daub. Siefen

An der Sülz südlich von Overath-Untereschbach liegen die beiden Haupt-Einleitungen

Grube Lüderich, Neuer Lüderichstollen, ID GL 10, unmittelbare Einleitung in die Sülz über eine Rohrleitung

Grube Lüderich, Grünewaldteiche, ID GL 11 (Daubenbücheler Siefen); Ableitung des Sicker-/Drainagewassers der Grünewaldteiche über 9 Rohrleitungen in den Daubenbücheler Siefen (s. Abbildung 2, rotes Dreieck), der nach einer Fließstrecke von ca. 850 m in die Sülz mündet


Diese beiden puktuellen Einleitungen wurden seitens des Landes Nordrhein-Westfalen als zwei der bedeutsamsten Hauptbelastungsquellen des Schwermetalleintrags aus dem Erzbergbau in die Oberflächengewässer in Nordrhein-Westfalen ermittelt.

Grundsätzlich können punktuelle Einleitungen über einmündende Rohrleitungen – im Gegensatz zu diffusen Einträgen – technisch gefasst und einer Behandlung zugeführt werden.

Ziele des Projektes
Im Rahmen des Projektes soll der Anteil der beiden Einleitungen Neuer Lüderichstollen und Grünewaldteiche an der Gesamtbelastung der Sülz mit Schwermetallen im Bereich südlich Overath-Untereschbach ermittelt werden (Projektstufe 1).

Sollte sich als Ergebnis des Monitorings zeigen, dass die beiden o.g. Punktquellen einen signifikanten Anteil an der Gesamt-Schwermetallbelastung der Sülz im Gewässerabschnitt südlich Overath-Untereschbach haben, ergibt sich das folgende weitere Ziel des Projektes:
– Beteiligung der Betreiberin der Anlagen an Maßnahmen zur Reduzierung der Schadstoffbelastungen der Sülz an den beiden o.g. Punktquellen in Form der Gewinnung zur Durchführung freiwilliger Maßnahmen in Absprache mit den Fachbehörden oder Inanspruchnahme durch eine Ordnungsverfügung

Weitere Einzelheiten siehe hier!