Aktuelle Planungen und Hintergründe
12.08.2026
Frau Hilsmann vom KStA-Rhein-Berg titelte dort am 08.08.2026
Ein neues Quartier rund um Haus Staade:
Wohnen und Gewerbe mit Radweg – Bahnunterführung soll breiter werden.
Zitate aus dem Artikel:
„Rund um das Haus Staade oberhalb der Bahnlinie in Hoffnungsthal soll ein neues Quartier mit Wohn- und Gewerbeflächen entstehen. Die Stadt Rösrath und der Grundstückseigentümer, die Campus Staade GmbH, haben sich bereits auf einen Zeitplan verständigt: Noch in diesem Jahr soll (diesmal groß angelegt – Anmerkung des Vereins) das Vorhaben den politischen Gremien vorgestellt werden. Die Stadt rechnet auf Nachfrage mit einem Zeitfenster von etwa fünf Jahren für die Vorbereitung. Auch Bürgermeister Yannick Steinbach (Fors-Park) selbst spricht von einem „frühen Planungsstadium“ des Vorhabens und davon, „im Laufe des Jahres in die politischen Gremien“ zu gehen, „um das Projekt mit seinen dazugehörigen Verfahren vorzubereiten“.
„Tatsächlich fehlen bislang noch zentrale rechtliche Bausteine, ohne die ein Quartier dieser Größenordnung gar nicht entstehen kann: Erforderlich sind laut Stadt eine Änderung des Regionalplans, des Flächennutzungsplans sowie ein eigener Bebauungsplan.
Gespräch mit der Bezirksregierung.
Für die Regionalplanänderung gibt es nach Angaben von Stadtsprecher Marcel Roßmann „bereits positive Signale“ aus einem ersten Gespräch mit der Bezirksregierung. Die aktuelle Fassung ist erst seit knapp einem Jahr in Kraft – die Neuaufstellung hat sich über fast ein Jahrzehnt hingezogen. Für die nächsten 25 Jahre soll der Regionalplan die Entwicklung im Regierungsbezirk Köln steuern.“
Was nicht deutlich wird …
… Die unrühmliche Geschichte des Bebauungsplanes 127, der vor 8 Jahren die von langer Hand (Rhein.-Berg. Kreis, Aggerverband und Stadt Rösrath) geplante „Agger-Sülz-Radwegführung“ (ASR) über das Gelände von Haus Staade – unter wohl deutlichen Zugeständnissen der Stadt an „Haus Staade“ damals …
siehe ehemalige Planung des ASR
siehe Artikel des KStA vom 14.06.2026


Zur aktuellen Problematik –
Haus Staade war füher eine Wasserburg!
Die potenziell beplante Fläche ist zum großen Teil festgesetztes Überschwemmungsgebiet – u.a. gespeist von einem Bach (Ensenbach) der Lüghausener Hänge im Südosten.
Somit würden bei einer Bebauung – falls der Regionalplan tatsächlich geändert ist – mglw. große Flächen als Retentionsraum verloren gehen. Unser Verein warnt daher – wie schon 2018 der RBN – vor weiterer Vernichtung von Retentionsflächen, die nicht effektiv ausgeglichen werden.
In einem ersten ausführlichen, persönlichen Gespräch mit BM Yannick Steinbach zur Hochwasser-Problematik wurden die potenziellen Gefahren gesehen, aber aufgrund einer geplanten Bebauung nur im obersten Bereich (außerhalb des festgesetzten Überschwemmungsgebietes?) als nicht realitisch betrachtet.
Die weiteren (konkreten?) Planungen, die im kommenden SPV-Ausschuss am 8.9.2026 vorgestellt werden sollen, bleiben abzuwarten.
Wir werden diese Planungen weiterhin kritisch verfolgen.
Die angesprochenen Flächen im Westen bis zur Sülz sind im aktuellen Regionalplan von Ende 10/2025 noch als Landwirtschaftl. Freifläche definiert. Die Stadt Rösrath hatte bereits die Umwidmung des weiter östlich gelegenen Teils in einen ASB-Bereich (Allgemeine Siedlungsfläche) beantragt.

siehe Ausschussvorlage vom März 2022
Parallel dazu wurde die Aufhebung des ASB-Bereiches im Raum Lehmbach beantragt … was dem Hochwasserschutz entgegenkommt und einer „Reanimation“ des BPlan 55 widerspricht.
zur Geschichte:
„Haus Staade war früher eine Wasserburg: Auszug aus Wikipedia:
Das „Haus Stade“ liegt auf einem Wiesengelände an der Straße zum Rösrather Ortsteil Lüghausen. Seit dem Eisenbahnbau im Jahre 1909 ist es von Hoffnungsthal durch den mächtigen Bahndamm mit dem Bahnhof abgeschnitten. Die Gebäude wurden 1842 an dieser Stelle neu errichtet, nachdem der Vorgängerbau aus dem Jahre 1642 niedergebrannt war. Über dem Eingang auf der Südseite erinnert ein Wappenstein aus dem Jahre 1631 an die Familie von Loë, deren Name besonders mit der ehemaligen Wasserburg verbunden ist….“




























